Ackerwinde – (Convolvulus arvensis) Beschreibung

Ackerwinde (Convolvulus arvensis) gehört zu der Familie der Windengewächse und vermehrt sich äußerst schnell.

In vielen Gärten gilt die Ackerwinde als wahre Plage und wird leicht mit echter Zaunwinde verwechselt. Sie unterscheiden sich nur durch die Blüte. Von der Ackerwinde sind sie nur etwa halb so groß wie die von der Zaunwinde. Zudem sind die Blüten der Ackerwinde länglich, zartrosa oder bläulich. Die von der Zaunwinde sind weiß und rund.

Wer sie erst einmal im Garten hat, wird sie, so sagt man, nicht mehr los. Angesicht dieses Problems zögern die meisten Gartenbesitzer sogar, bevor sie sich für die attraktiveren unter den Convolvulus – Arten entscheiden, weil sie befürchten, dass sich diese als ebenso hartnäckig erweisen könnten. Das kann man nur bedauern, denn diese Ackerwinde zählen zu den schönsten Pflanzen überhaupt. Für den Garten kommen in der Hauptsache drei Arten infrage, von denen zwei keinerlei Schwierigkeiten bereiten dürften. Die dritte kann zum Wuchern neigen, wird in der Regel jedoch von den Winterfrösten in Schach gehalten.

Am schönsten und problemlos ist die Silberwinde (Convolvulus cneorum) mit dem eindrucksvollsten silberfarbenen Laub, das man sich bei einem Strauch vorstellen kann. Die Silberwinde wächst buschig, dicht und erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis 50 cm. Mit weißen, trompeten förmigen Blüten. Die Silberwinde könnten leicht zur beliebten Gartenpflanze werden, wäre sie nicht ein wenig empfindlich. Im Winter geht sie ein. Überwintern bei 5 -10 Grad. An einem warmen Standort überlebt Convolvulus cneorum viele Winter, wenn der Boden durchlässig ist. Die Blütezeit ist von Juli bis September.

Im Freien breitet sich Convolvulus sabatius (Kriechende Winde, Blaue Mauritius) etwas aus, sie ist ein Zwergstrauch die eine Wuchshöhe von 10 bis 50 Zentimeter erreichen kann. Jedoch kann sie auch in vollsonnigen Balkonkästen und Blumenampel gehalten werden. Sie wird aber nie zum Ärgernis. Auch sie ist etwas empfindlich. An einem warmen Standort bei 10 Grad kann sie jedoch überwintern. Daher wird sie häufig in Töpfen gezogen, die man im Winter geschützt aufstellen kann. Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober in hellblauen bis hellvioletten Blüten.

Ackerwinde klettert eine Pergola hoch
Convolvulus sabatius – ( Kriechende Winde, Blaue Mauritius )

Die Ackerwinde muss immer warm und sonnig stehen. Pflanzen die im Boden wachsen, finden in der Regel genug Feuchtigkeit. Topfpflanzen muss man regelmäßig gießen. Die Ackerwinde wächst in allen durchlässigen Böden.

Alle drei Arten sind etwas empfindlich. Oft überstehen sie einen milden Winter, wenn sie in durchlässigen Boden an einer Mauer stehen. Für den Fall eines strengen Winters zur Sicherheit Stecklinge schneiden.

Wenn C.sabatius und C.althaeoides den Winter überstehen, können sie die mit der Schere bearbeiten, um sie kompakt zu halten.

Die Vermehrung der Ackerwinde ist am einfachsten, wenn man Stecklinge anfertigt und sie in den Boden oder Topf steckt.

Wenn sie sich eingewöhnen, wachsen diese Pflanzen sehr gut an einer alten Back-Natursteinmauer, Schuttplätzen und auf Wegen. Dank der Wärme und der Feuchtigkeit der Wand überstehen sie manchen strengen Winter. Sie stammt ursprünglich aus Europa, kommt heute aber weltweit vor.

Die Blütezeit der Ackerwinde ist vom Frühsommer bis zum Spätherbst.