Basilikum (Ocimum basilicum) Pflanzen, Pflege, Ernte

Wegen seines Aussehens wird Basilikum seltener gezüchtet, eher schon als Küchenkraut wegen seines pfeffrig-süßen, aromatischen Geschmacks. Basilikum lässt sich leicht aus Samen ziehen. Die Aussaat lohnt sich.

Aussehen und Wuchs

Basilikum ist eine Pflanze von aufrechtem Wuchs mit frischen, grünen bis lila-schwarzen zarten Blättern, die eine Wuchshöhe von 20 bis 60 Zentimetern erreicht. Die Blüten sind meist weiß bis zartrosa einige Unterarten bilden rötliche Blüten aus. Beim Limonen-Basilikum riechen die Blätter nach Zitrone, während das
Griechisches Basilikum eine weitaus kleinere, kompaktere Pflanze mit winzigen Blättern ist.

Standort und Boden

Ob im Garten auf der Fensterbank oder Terrasse. Folgende Standort-Anforderungen solltest du beachten. Das Basilikum zieht einen sonnigen und hellen Standort vor. Am besten entwickelt sich das Königskraut an einem Wind – und regen geschütztem Platz.

Aussaat:

Achtung Basilikum gehört zu den Lichtkeimer. Der Samen darf bei der Aussaat nicht mit Erde bedeckt sein. Drücken sie die Samen auf die Erde. Keinen zukleineren Topf wählen. Die Anzuchterde muss feucht gehalten werden. Staunässe vermeiden. Vorkultivierte Setzlinge nach den Eisheiligen auspflanzen. Die Temperatur darf nachts nicht unter 10 Grad fallen. Der ideale Standort sollte viel Licht haben und keine Mittagssonne. Sind die Pflanztriebe 5 -10 cm groß kann das Basilikum ab Mitte Mai ins Freiland gesetzt werden. Der Pflanzenabstand beträgt circa 20 cm.

Vermehrung:

Er muss jedes Jahr aus Samen gezogen werden. Aussaat im Frühjahr in Töpfen am besten unter Glas, möglichst bei milden Temperaturen beziehungsweise im späten Frühjahr oder Frühsommer im Freien. In beiden Fällen dürfen die Samen nicht austrocknen.

Basilikum - (Ocimum basilicum) - Alles über Pflanzen, Pflege, Ernte
Das Basilikum zieht einen sonnigen und hellen Standort vor.

Pflege

Basilikum ist wie die meisten Kräuter – von Sonne und Wärme abgesehen – recht anspruchslos. Er sollte nie austrocknen. Basilikum ist auf regelmäßige Bewässerung angewiesen. Er mag keine Staunässe da ansonsten die Stengel leicht faulen. Um einen schönen buschigen Wuchs zu erzielen, sollte bei der Ernte keine einzelnen Blätter abgezupft werden. Sondern Schneide stattdessen den ganzen Trieb ab. So verzweigt sich die Pflanze besser.

Ernte und Lagerung

Als Küchenkraut mit einem würzigen Geschmack ist Basilikum vielfach verwendbar. Am einfachsten ist es wenn man die Blätter zerreißt und sie auf Tomatenscheiben streut. Er passt besonders gut zu frischen Salaten, Eintöpfe sowie in Fisch – und Fleischgerichten. Am besten junge Blätter pflücken. Am besten konserviert man sie im Winter, indem man sie mit Olivenöl bestreicht und dann einfriert. Man kann sie zwar trocknen, aber dabei verliert sie viel von ihrem kräftigen Geschmack.

Basilikum auf eine Pizza mit Tomatensauce und Pilze
Basilikum verleiht Gerichten eine aromatische Note.

Heilwirkung/Medizin

Traditionell gilt es auch als vielseitige Heilpflanze. Heute wird es in der Aromatherapie vielfach zur Bekämpfung von Depressionen benutzt. Das Basilikum ist auch Entzündungshemmend, baut Stress ab, beruhigt den Magen und kann sogar gegen Verdaungs Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl helfen. Es ist auch eine gute Quelle für Vitamin A und B, Calcium und Magnesium.

Heilwirkung:

  • Stress
  • Entzündungen
  • Verdauungsproblemen inkl. Magenbeschwerden
  • Depressionen und Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Migräne
  • Schwindel
  • Regelschmerzen und Wechseljahrbeschwerden
  • Halsschmerzen und Heiserkeit
  • Hautkrankheiten
  • Gelenkschmerzen

Überwinterung

Nicht alle Sorten des Aromatischen Krauts eigen sich gut zum Überwintern. Auch die aus dem Supermarkt sind meist nur für den einmaligen Verzehr geeignet. Basilikum benötigt eine Temperatur über 10 Grad somit kann es dem Winter nur drinnen auf der Fensterbank überstehen.

Krankheiten und Schädlinge

Schnecken erfreuen sich sehr an den frischen Trieben des Basilikums. Die Schnecken regelmäßig absammel. Ein Ring aus Sägemehl oder Kalk hält die  Schnecken vom Beet fern. Auch Kaffee oder Kaffeesatz hält die Schnecken fern. Die Raupen verursachen einen Kahlfraß. Gegen diese Schädlinge kann nur vorgegangen werden, indem man sie ebenfalls regelmäßig absammelt.