Tiere im und am Gartenteich-Tiere gehören zu einem Gartenteich dazu

Tiere im und am Gartenteich Erfreuen uns mit ihrer Anwesenheit, ein Wassergarten ist der ideale Lebensraum für viele Tiere. Ist der Gartenteich naturnah angelegt und die Bepflanzung der Wasserfläche sowie des Ufers optimal aufeinander abgestimmt, wird sich bald von selbst ein artenreiches Tierleben entwickeln.

Für Frösche, Molche und andere Amphibien gibt es einige Mindestvoraussetzungen für ihr Wohlbefinden, zum Beispiel eine ruhige Lage ohne Strömungen, ein offenes sonniges Gelände mit Plätzen zum Ausruhen. Steine oder Trockenmauern, Gebüsch und Pflanzen zum Verbergen, eine Flachwasserzone zum Laichen. Außerdem brauchen sie Futter vorwiegend Insekten, die sich in einem gesunden Biotop ohne menschliche Hilfe einfinden. Fische dagegen sind ihre Feinde, denn sie leben von Eiern und Larven der Insekten. Amphibien zum Beispiel von Kaulquappen, die sich nach dem Laichen im Spätwinter oder im zeitigen Frühling von gallerartigem Froschlaich innerhalb von circa 3 Wochen entwickeln. Nach dem Schlüpfen gehen die zunächst winzigen Kaulquappen auf Nahrungssuche. Mückenlarven sind ihnen eine Delikatesse. Die Kaulquappen wachsen schnell heran und verwandeln sich nach circa 8 Wochen in voll entwickelte Frösche.

Die wichtigsten Tiere im und am Gartenteich

Frösche und Kröten im Gartenteich

Brauner Grasfrosch (Rana temporaria):
Der Grasfrosch wurde zum „Lurch des Jahres 2018“ von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde gekürt.Er ist auch unter dem Namen Tau-Märzfrosch bekannt. Von allen Fröschen ist er am zahlreichsten und lässt sich auch gerne am Gartenteich nieder, wenn ihm die Umgebung zusagt. In Terrarien und Vivarien lässt er sich leichter halten als der größere Wasserfrosch. Das nasse Element braucht er nur zur Laichzeit im Februar-März. Später hält er sich eher in nassen Wiesen, im feuchten Laubwald und zwischen Gräsern und Gebüsch auf.

Erdkröte (Bufo bufo): Bis zu 3km legen sie zurück, um in einem Gewässer 6000 Eier in langen Schnüren abzulegen. Sie sind Nachtacktiv und jagen Schnecken, Raupen und Würmer und machen sich daher in jedem Garten nützlich.Fühlen sich sich angegriffen, sondern sie aus den Drüsen einen milchigen Saft ab, der bei Menschen Hautreizungen hervorrufen kann. Man sollte Kröten daher nur mit Handschuhen anfassen.

Grüner Teich – oder Wasserfrosch (Rana esculenta) : Der bekannteste unter den Fröschen ist ein guter Springer und Taucher. Er kann sehr zutraulich werden und fällt auch sonst nicht lästig, höchstens für ein paar Nächte zur Laichzeit und im März-April, wenn er sich durch eine Quakkonzert bemerkbar macht. Seine Färbung kann etwas unterschiedlich ausfallen, im allgemeinen ist sie sattgrün mit hellen und dunklen Streifen auf dem Rücken. Seine Nahrung besteht aus Mückenlarven und fliegende Insekten. Ansonsten bleibt er gern in der Nähe des Teiches, versteckt sich in Büschen und zwischen Wasserpflanzen.

Wasserfrosch-im-und-am Gartenteich
Rana esculenta (Teichfrosch auch Wasserfrosch genannt) fressen Insekten, Larven, Schnecken und andere wirbellose Wassertiere.

Gelbbauch-und Rotbauchunke (Bombina variegata und B.bombina): Die bei uns selten gewordenen Unken ähneln Kröten, sind jedoch nur 4 cm lang und von breiter, flacher Gestalt. Die Oberseite ist warzig, die Unterseite bunt gefleckt. Bei Gefahr wirft sich die Unke auf den Rücken und zeigt dem Feind warnend den gelb und rot gemusterten Bauch. Während Rotbauchunke fast ausschließlich in Norddeutschland Wiesen und Tümpeln vorkommt, bevölkert die Gelbbauchunke Geröllhalden und Tümpel in eher bergigem Gelände. Wollen wir diese Tiere anlocken, dann muss die Umgebung des Teiches naturnah angelegt sein.

Laubfrosch (Hyla arborea): Er kommt nur zum Laichen an den Teich, versteckt sich ansonsten im Gebüsch und kann als einziger heimischer Frosch klettern. Als Wetterfrosch auf der Leiter mit einem Alter bis zu 10 Jahren war er daher früher eine beliebte Attraktion. Mit grasgrüner oder veränderlicher Farbe passt er suich seiner Umgebung perfekt an.

Molche im Gartenteich

Bergmolch (Triturus alpestris): Der Farbenprächtigste von allen ist der Bergmolch mit einer strahlend blauen Oberseite und dunklem Rücken. Die Bauchseite, vor allem des Männchens, ist orange-gelb gefärbt. Trotz seines Namens kann er auch im Flachland vorkommen.

Bergmolche leben im und am Gartenteich
Der Bergmolch ernährt sich am Land von Insekten, Würmern und Spinnen. Im Wasser werden Kleinkrebse und Würmer gefressen.

Teichmolch (Triturus vulgaris) : Im Gegensatz zu den bisher besprochenen Froschlurchen zählen Molch und Salamander zu den Schwanzlurchen. Um sie zu entdecken, bedarf es jedoch einiger Geduld, denn bei Gefahr tauchen sie sofort unter und sind mit ihrer dunklen Rückenfärbug perfekt an ihre Umgebung angepasst. Nach einer Zeit tauchen sie jedoch zum Luftholen wieder auf und lassen für kurze Momente einen Blick auf ihre farbenprächtigen Bauchzeichnung zu, die zur Laichzeit bei den Männchen mit vielen braunen Tupfen besonders ausgeprägt ist. Molche ernähren sich nachts von Würmern, Wasserflöhe und kleinen Wasserinsekten. Die Eier werden zeitig im Frühjahr nachts einzeln in Blattfalten der Wasserpflanzen abgelegt. Im Juni verlässt der Molch das Wasser und versteckt sich tagsüber an kühlen Stellen, zum Beispiel unter Laub und Moos. Ein Steinhaufen ist ein ideales Winterquartier, auch für andere Molcharten wie zum Beispiel den seltenen Kammolch, Fadenmolch, die sich ebenfalls an Wasserstellen, allerdings im Waldnähe, ansiedeln.

Teichmolche-leben-im-und-am-Gartenteich
In Deutschland ist der Teichmolch die häufigste Molchart und fast überall verbreitet.

Libellem im Gartenteich

Mosaikjungfer (Aeschna cyanea) : Libellen nennt man auch Jungfer. Diese prächtig schillernde Flugkünstler, die bis zu 50km schnell und sogar rückwärts fliegen können, sind Räuber. Allerdings werden sie dem Menschen trotz des bedrohlichen Aussehens niemals gefährlich. Das fertige Insekt lebt nur im Sommer. Es legt im Herbst an Blättern der Wasserpflanzen, vorwiegend unter Seerosenblätter, die Eier ab, aus denen sich die Larven entwickeln, die unter Mückenlarven, Schneckeneiern, Fischlaich und sogar unter den Kaulquappen kräftig aufräumen. Je nach Art dauert das Larvenstadium 1-5 Jahre. Die letzte Häutung an einem Halm oder Blatt und das Schlüpfen der Libelle ist ein faszinierendes Erlebnis, das man am Gartenteich im Sommer beobachten kann. Die Mosaikjungfer wird 7-8 cm lang, ist stumpfgrün gefärbt und relativ häufig. Außer ihr gibt es circa 60 Arten von Libellen, die sich mehr oder weniger häufig am Teich einfinden.

Schlankjungfer ( coenagrion-Arten): Schon im Frühling stellt sich diese kleine Libellenart mit leuchtend blauen Männchen und smaragdgrün gefärbten Weibchen am Wasser ein. Beide sind bewegliche und ser schnelle Flugkünstler. Die Larven sehen bräunlich aus.


Käfer, Muscheln, Schlangen, Schildkröten und Co

Furchenschwimmer ( Acilius sulcatus): Dieser braune Käfer lebt ebenfalls räuberisch und stellt sich von alleine ein. Allerdings verhält er sich weit weniger aggressiv und lebt von kleinen Insekten. Fische werden ihm gefährlich also meidet er sie. Er ist ein sehr guter Schwimmer und Taucher. Die Flügeldecken der Weibchen sind gefurcht, die der Männchen glatt.

Gelbrandkäfer (Dytiscus marginalis): Er ist 3 cm lang und hübsch schokoladenbraun gefärbt. Ganz von alleine ist er plötzlich da. Leider ist der Gelbrandkäfer jedoch ein schlimmer Schädling, den man schon bald mit einem Kescher herausfangen sollte. Der Käfer und seine Larven machen Jagd auf fast alles, was im Gartenteich lebt. Lediglich in einem reinen Pflanzenteich, wo er wenig Schaden anrichteten kann, ist er zu tolerieren.

Teichmuschel (Anodonta cygnea): In vielen Gewässern unserer Heimat kommt diese 10 -12 cm lange Muschelart vor. Im Gartenteich macht sie sich dadurch nützlich, dass sie den Schlamm durchpflügt, Kalk für ihre Schalen verbraucht und damit die Wasserqualität wirksam verbessert. Außerdem dient sie den Bitterlingen als Symbiose-Partner bei der Aufzucht der Brut. Sie ernährt sich von kleinstlebewesen.

Ringelnatter (Natrix natrix): bisweilen findet sich diese einheimische und völlig ungefährliche Schlange am Gartenteich ein. Sie ernährt sich von Fröschen, Kröten und Fischen. Mit in Streifen geschnittenem rohen Fleisch kann man versuchen, sie zu füttern und damit an den Teich zu gewöhnen.

Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis): Die bis zu 35cm langen Tiere nit dem charakteristischen dunkelbraunen Panzer leben abwechselnd im Wasser und auf dem Lande. Sie passen in umzäunten Terrarien und Vivarien, sind aber in Freiheit nicht anzusiedeln. Sie ernähren sich außer von Pflanzenteilen von Insekten, Würmern und Kaulquappen und kranken oder gestorbenen Fischen.

Wasserfloh ( Daphina-Arten): Kein Leben im Gartenteich ohne den circa 1 mm langen krebsartigen Wasseefloh. Er besiedelt jeden Teich in Kürze und dient, da er sehr zahlreiche Nachkommen in die Welt setzt, Fischen und andere Eiweißfressern zur Nahrung.

Stechmücken (Culex pipiens): Die Plagegeister legen ihre Eier im Wasser ab, vorwiegend in überfluteten Auswäldern, in Regentonnen und Pfützen. Bei Gefahr tauchen die Larven blitzschnell in der Tiefe. In einem belebten Teich sind sie kein Problem, weil sie zahlreichen Teichbewohnern als Nahrung dienen und daher nur wenige Larven zur Reife kommen.

Wasserläufer (Gerris-Arten): Jeder kennt dieses Insekt, das dank der Oberflächenspannung nicht einsinkt. In Pflanzenteichen findet man ihn häufig. Dort ernährt er sich von kleininsekten.

Teichschnecken im Gartenteich

Große Spitzschlammschnecke (Limnea stagnalis): Ob Schnecken im Gartenteich nützlich oder schädlich sind, hängt vom Pflanzenbestand ab. Verrottendes und faules Pflanzengewebe und Algen zu beseitigen, hat sicherlich sein Gutes. Dieses Tier ist jedoch besonders hungrig und in fischarmen Gewässern auch sehr vermehrungsfreudig. In frisch bepflanzten Teiche sollten wir sie nicht dulden und die eingesetzten Pflanzen vorher genau auf Eier und Besatz absuchen. Die Schnecke wird bis zu 6 cm lang und ist am spitzen Gehäuse leicht zu erkennen.

Große Posthornschnecke (Planorbarius corneus): Ihr Gehäuse ähnelt einem Posthorn. Sie macht sich im Gegensatz zur vorigen Art bei der Algenbekämpfung sehr nützlich und sucht den Bodengrund nach Nahrung ab, vergreift sich jedoch kaum an höheren Pflanzen.

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